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Grafiktablett Test – Die besten Modelle im Direktvergleich

Grafiktablett Test und Vergleich

Für Künstler, die digital zeichnen ist das Grafiktablett das wichtigste Tool. Doch auch Grafikdesigner, Architekten und Produktdesigner kommen ohne das praktische Zeichenwerkzeug nicht mehr zurecht. Damit lassen sich schließlich nicht nur wunderschöne Kunstwerke erschaffen, sondern auch erleichtern auch viele Design-Arbeiten.

Im heutigen Grafiktablett Test vergleichen wir für euch die besten Modelle und erklären, worauf es bei einem guten Tablett ankommt. Von der Druckstärke, über die ausreichende Größe bis hin zur Kompatibilität klären wir alle Grafiktablett Fragen für Dich auf. Dafür haben wir Künstler und Designer aus vielen Branchen befragt.

Die besten Grafiktabletts des Jahres

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Was ist ein Grafiktablett?

Ganz grob formuliert: Das Grafiktablett ist ein Eingabegerät zum Zeichnen. Dabei werden die Bewegungen und Gesten, die auf dem Grafiktablett gemacht werden, digital auf einem Computerbildschirm übersetzt. Allerdings gibt es aber auch Grafiktabletts, die bereits ein eigenes Display besitzen. In solchen Fällen werden die eingegebenen Bewegungen direkt auf dem Tablett angezeigt, so als würde man auf einem Blatt Papier zeichnen. Im Grunde besteht ein Grafiktablet aus zwei Hardware Teilen: Dem Tablett selber und dem Zeichenwerkzeug. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen Stift, auch Stylus genannt, kann aber auch die Form eines Pucks haben. In unserem Test behandeln wir ausschließlich Grafiktabletts, die mit einem Stylus ausgestattet sind, da sie sich besser zum Zeichnen und Design eignen. Das Tablett selber ist eine glatte Fläche, welches Impulse des Stifts wahrnimmt und auf dem Bildschirm wiedergibt. Die gesamte Fläche des Tablets wird dabei auf den Bildschirm übersetzt, wenn der richtige Treiber installiert wurde. Mit dem Stift kann man das Tablett bedienen. Dabei handelt es sich natürlich nicht um irgendeinen Stift. Bei dem Stylus handelt es sich um einen Stift mit einer speziellen Mine. Diese ermöglicht nicht nur die reine Eingabe, sondern bietet eine vielfältige Anwendung. Das Tablett erkennt die Druckstärke, Neigungswinkel und Schreibrichtung des Stifts.

Grafiktabletts im Test - Übersicht

 
Wacom Cintiq 13HD Wacom Intuos 3D Wacom One Huion 1060PLUS GAOMON PD1560
Kompatibilität Windows 7/8/10 / Mac 10.8.0+ Windows 7/8/10 / Mac 10.8.0+ Windows 7/8/10 / Mac 10.8.0+ Windows 7/8/10 / Mac 10.8.0+ Windows 7/8/10 / Mac 10.8.0+
Preisklasse Gehoben Mittel Mittel Niedrig-Mittel Gehoben
Display Ja Nein Nein Nein Ja
Größe (in cm) 37,5 x 24,8 Verschieden 21,6 x 13,5 42 x 25,4 45,2 x 25,2
Positive Eigenschaften
  • Einwandfreie Nutzung
  • Schönes Display
  • Viel Platz zum Zeichnen
  • Toll für Architekten und Grafiker
  • -Einfache, intuitive Nutzung
  • Ausreichend für Künstler
  • Präzise Arbeiten möglich
  • Drahtlos Nutzung möglich
  • Einfache Installation und Nutzung
  • Simpel aber effektiv
  • Toller Mausersatz
  • Tolle  Stiftempfindlichkeit
  • Wir mit vielem praktischem Zubehör geliefert
  • Große Fläche zum Zeichnen
  • Gute Bildqualität
Negative Eigenschaften Hoher, wenn auch gerechtfertigter, Preis Mag für einige Anwendungen zu klein sein Kann nur mit USB-Kabel genutzt werden. Dieses ist etwas klein, kann aber durch beliebiges Mircro USB-USB Kabel ersetzt werden. Der Stift ist elektronisch betrieben und muss aufgeladen werden. Der Treiber musste in unserem Test nochmal installiert werden
  • Langwierige und komplizierte Installation
  • Die Anzeige des Stifts stimmt nicht überein
Gesamtbewertung 7/10 9/10 8/10 7/10 5/10

Was macht ein gutes Grafiktablett aus?

Ein gutes Grafiktablett muss nicht unbedingt die neuesten und besten Funktionen aufweisen. Viele Künstler kommen auch mit vergleichsweise simplen Grafiktabletts aus. Trotzdem gibt es einige Leitpunkte, an denen sich Interessenten orientieren können.

Mit oder ohne Display?

Grafiktabletts können mit bereits eingebautem Display oder als reines Tablett erworben werden. Das bekannteste Modell mit Display ist Cintiq von Wacom. Dieses gibt es in den verschiedensten Ausführungen: als kleines Cintiq 13HD, als mittelgroßes Cintiq Pro 16 oder als großes Cintiq 22HD. Im Vergleich zu anderen Grafiktabletts ist aber bereits das 13HD mit 13,3 Zoll ziemlich groß. Das Intuos Touch S ist zum Beispiel nur 152x95mm groß. Der Grund dafür ist, dass eine genügend große Auflösunge bei Modellen mit Display geboten werden muss. Tabletts ohne Display passen sich hingegen der Auflösung des jeweiligen Bildschirms an, indem die Fläche des Grafiktabletts skaliert wird. Mit einem kleinen Tablet kann man also auch auf einem Bildschirm mit großer Auflösung zeichnen.

Welche Größe und Auflösung ist die richtige?

Arbeiten im Design Bereich sollten möglichst groß sein. In unserem Vergleich waren dafür Tabletts, die größer als 13 Zoll sind, am besten geeignet (etwa die Größe eines A4 Blattes). Hobbykünstlern empfehlen wir aber kleinere Modelle, da sie sich leichter transportieren lassen und für den Gebrauch vollkommen ausreichend sind. Doch egal, ob Profi oder Anfänger: wichtig ist vor allen die Auflösung des Grafiktabletts. Dieses wird in Linien per Zoll angegeben (auch lpi genannt - “lines per inch”). Die Linien werden auf dem Tablett wie eine Art Raster dargestellt, welche auf dem Bildschirm widergespiegelt wird. Je höher der lpi-Wert, desto feiner ist die Auflösung. Deswegen sollten Grafiktablett Fans und Anfänger neben der reinen Größe auch auf die Auflösung achten.

Wireless oder mit USB?

Grafiktabletts ohne Display können mittels USB oder einer Wireless Connection angeschlossen werden. Bei der kabellosen Nutzung wird Bluetooth verwendet, welches eine starke Verbindung garantiert. Alle Grafiktabletts in unserem Test verfügen über einen USB-Anschluss. Als kabelloses Modell haben wir das Intuos 3D getestet und konnten keine Verzögerungen oder Ähnliches feststellen.

Wie hoch sollen die Druckstufen sein?

Die Druckstufen bestimmen, wie fein der Stift arbeitet. Im Idealfall sollte dieser Wert über 1024 liegen, damit sich auch feine Linien erstellen lassen. Hohe Druckstufen garantieren darüber hinaus, dass die Übertragung flüssig verläuft. Bei den getesteten Wacom Modellen lies sich die Druckstärke übrigens in den Einstellungen ändern. Eine sehr hohe Druckstärke bewirkt, dass selbst die kleinste Berührung mit dem Pen dargestellt wird.

Welches Grafiktablett eignet sich für Anfänger?

Unsere Experten raten Anfängern, sich zunächst ein kleines Modell auszusuchen. Bei Anfängern ist es nämlich in erster Linie wichtig, dass sie ein Gefühl für das Grafiktablett entwickeln. Es ist nämlich gar nicht so einfach, sich an das asynchrone Zeichnen zu gewöhnen. Ein großes Grafiktablett, wie zum Beispiel ein Wacom Cintiq, sind für viele erstmal eine große Investition. Zwar ist es den kleinen Modellen in vieler Hinsicht überlegen, jedoch sollte man sich zum Herantasten erstmal ein günstigeres Modell aussuchen. Mittlerweile gibt es von vielen Anbietern günstige Modelle. In unserem Test hat sich gezeigt, dass viele davon ein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis haben.   Grafiktablett-wacom-test

Zeichensoftware und Grafiktablett - das A und O der digitalen Kunst

Um ein Grafiktablett überhaupt nutzen zu können, muss allerdings zuerst ein Treiber heruntergeladen werden. In den meisten Fällen wird dies automatisch ausgeführt. Wer ein Wacom Tablett besitzt kann sich aber auch jederzeit auf der Wacom Website die aktuellste Version des entsprechenden Treiber herunterladen. Doch das beste Grafiktablett ist nutzlos ohne die richtige Anwendungssoftware.

Adobe Photoshop

Adobe Photoshop ist den meisten als Bearbeitungssoftware bekannt. Allerdings eignet sich das Programm auch hervorragend zum Zeichnen und für Design-Arbeiten. Mit der aktuellen Creative Cloud haben Nutzer nicht nur Zugriff auf Photoshop, sondern auch auf viele andere Programme, wie zum Beispiel Adobe InDesign und Illustrator. Mit diesen Programmen eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten der Gestaltung. Hier gibt es eine Lizenz für ein ganzes Jahr für Adobe Photoshop CC. Was muss ich beachten? Die anspruchsvolle Software läuft leider nicht auf jedem Rechner flüssig. Daher sollten Nutzer darauf achten, dass ihr Rechner oder Laptop den Anforderungen von Photoshop entspricht. Im Idealfall sollten die technischen Daten der Hardware natürlich besser sein als die Mindestanforderungen. Darüber hinaus ist Adobe Photoshop CC natürlich extrem vielseitig und komplex. Nicht umsonst gilt es als die beste Bildbearbeitungssoftware auf dem Markt. Sie ist seinen Preis auch wirklich wert, aber Anfänger können sich überfordert fühlen, da es so viele Funktionen gibt. Photoshop lässt sich aber prima mit dem Grafiktablett nutzen und ist die Go-To Software für viele Designer.

Corel Painter

Corel Painter ist ein digitales Zeichenprogramm und eignet sich daher eher für Künstler als für Grafikdesigner. In der Software gibt über 100 verschiedene Malwerkzeuge, viele Effekte und Zeichenhilfe, wie zum Beispiel das Kaleidoskop, womit die Symmetrie getestet werden kann. In unserem Vergleich ist der Corel Painter am besten für Grafiktablett User geeignet, die vorrangig zeichnen. Das Programm kann hier für den PC und hier für den Mac für einen einmaligen Preis erworben werden. Was muss ich beachten? Auch hier ist es sehr wichtig, dass die technischen Anforderungen erfüllt werden. In unserem Test hat sich herausgestellt, dass Corel Painter sehr gut auf leistungsstarken PCs und Macs läuft. Auf schwächeren PCs haben wir allerdings Zögerungen am Grafiktablett feststellen können, was natürlich störend beim Zeichenprozess ist.

Kostenlose Softwares für das Grafiktablett

Neben den professionellen Programmen gibt es auch kostenlose Programme. In unserem Vergleich können diese natürlich nicht mit Photoshop und Painter mithalten, eignen sich aber sicherlich für Anfänger und Hobbykünstler. Die meisten kostenlosen Programme sind allerdings auf Englisch und es wird kein Support oder Kompatibilität mit dem Grafiktablett garantiert.

Welche Grafiktablett Marken gibt es?

Die weltweit bekannteste Marke ist natürlich Wacom. Jeder, der sich auch nur ein bisschen mit Grafiktabletts auskennt, hat schon einmal von dem japanischen Hersteller gehört. Wacom brachte bereits 1984 das erste Grafiktablett heraus und gilt daher Pionier der Szene - auch wenn es mittlerweile zahlreiche Konkurrenten gibt. Digitale Künstler wissen genau, dass sie sich immer auf Wacom verlassen können und dass sie immer eine sehr gute Qualität vorzeigen. Und genau deswegen bleibt Wacom auch vorerst Marktführer: Die Konsumenten sind zufrieden mit der Leistung und haben keinen Grund, zu einer anderen Marke zu wechseln. Doch trotzalledem sollte sich Wacom natürlich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, denn die Konkurrenz schläft nicht. Es tauchen immer mehr Grafiktablett Hersteller auf, wie zum Beispiel den XP-Pen, welcher sogar von Amazon empfohlen wird. In unserem Test hat das Tablett auch punkten können - konnte sich aber noch nicht gegen die Konkurrenz behaupten. Wer das Grafiktablett trotzdem mal ausprobieren will, kann es sich für wenig Geld hier bestellen.

Mac oder Windows?

Die meisten Grafiktabletts funktionieren sowohl auf dem Mac als auch auf Windows Rechnern. Die Modelle, die wir getestet haben, haben alle auf beiden Systemen einwandfrei funktioniert. Die einzigen Unterschiede, die wir feststellen konnten, lagen bei den Anwendungssoftwares, die mal auf dem Mac, mal auf dem Windows PC besser liefen. Signifikante Unterschiede konnten wir hier allerdings nicht feststellen.

Grafiktablett Vergleich - Fazit

In unserem Grafiktablett Vergleich haben wir viele Faktoren und Modelle gegeneinander getestet. Dabei haben wir unsere Top-Auswahl oben für euch zusammengestellt. Auffällig dabei ist, dass viele Modelle von Wacom dabei sind - darunter zum Beispiel Intuos, Bamboo Pen und das Cintiq. Das liegt aber keinesfalls daran, dass andere Marken schlecht sind - aber sie sind eben noch nicht besser als Wacom. Trotzdem kann sich der Hersteller aus Japan auf etwas gefasst machen, denn bei uns hat es auch ein Nicht-Wacom Tablett auf die Liste geschafft. Nämlich das neue Huion, welches sich neben dem Stift auch mit der Hand, mittels eines speziellen Handschuhs, bedienen lässt.

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Censura

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